Mutig: Mehr
Männer zu Psychotherapie bereit
Köln
(dpa) - Die Bereitschaft der Männer zu einer Psychotherapie wächst
nach Angaben der Informations- und Beratungsstelle für Psychotherapie.
Im Jahr 2001 hätten doppelt so viele Männer Therapieplätze nachgefragt
wie noch im Vorjahr. Das berichtete der Förderverein Psychologie
und Gesundheit NRW am Freitag zum zehnjährigen Bestehen der Kölner
Beratungsstelle, ohne genaue Zahlen anzugeben. Existenzängste und
massive Sorgen rund um den Arbeitsplatz stünden im Vordergrund der
Rat suchenden Männer. Insgesamt sei die Zahl der Hilfesuchenden
jährlich gewachsen. Sie belaufe sich auf mehrere Tausend seit Bestehen
der Beratungsstelle. Diese helfe kostenlos etwa bei der Suche nach
einem geeigneten Therapeuten oder bei Konflikten mit den Krankenkassen.
Quelle:
Netdoktor.de
vom 07.09.2002
Verband
kritisiert: Psychisch Kranke oft falsch betreut
Stuttgart
(dpa) - Chronisch psychisch Kranke werden nach Ansicht von Experten
häufig in den falschen Einrichtungen betreut. Viele seien etwa
in Heimen untergebracht, obwohl sie bereits selbstständiger
in Wohngemeinschaften leben könnten, sagten Vertreter der Deutschen
Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (DGSP) am Dienstag in
Stuttgart im Vorfeld der Jahrestagung. Die Kranken sollten so viel
wie möglich am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, forderte
der baden-württembergische DGSP-Landesvorsitzende Klaus Obert.
Vom (kommenden) Donnerstag an treffen sich rund 350 Mitglieder der
Gesellschaft zu einer dreitägigen Konferenz in Stuttgart. Vor
allem eine getrennte Finanzierung von ambulanten und stationären
Wohnangeboten sei problematisch, sagte Obert. Wenn zum Beispiel
das Geld für die Unterbringung aus verschiedenen Töpfen
stamme, werde ein Wechsel der Patienten von einer Wohnform in die
andere häufig unnötig erschwert. Obert forderte Landeswohlfahrtsämter
und sozialpsychiatrische Einrichtungen auf, die gesellschaftliche
Einbindung der Patienten in den Mittelpunkt ihrer Arbeit zu stellen.
Bundesweit leben nach Schätzungen von Wissenschaftlern bis
zu 800 000 psychisch Kranke in rund 11 000 Heimen. Da aber keine
genauen Zahlen vorliegen, soll auf der Jahrestagung eine Heim-Enquete-
Kommission des Bundestages zur Erhebung wichtiger Daten gefordert
werden. Wohnungsnot und mangelhafte Abstimmung gemeindepsychologischer
Dienststellen sind Obert zufolge weitere Schwierigkeiten bei der
Betreuung psychisch Kranker. Er schilderte den Fall einer Patientin,
die in Stuttgart aus dem Krankenhaus direkt in die Obdachlosigkeit
entlassen werden musste, weil keine Unterkunft für sie zu finden
war. Die Frau lebe seit einer Woche auf der Straße, sagte
Obert.
Quelle: Netdoktor.de
vom 13.11.2002
Virtuelle
Beratungsstelle bietet Hilfe bei psychosozialen Problemen
Berlin
(ddp-bln). Die vor einem Jahr vom Berliner Paritätischen Wohlfahrtsverband
und einer Internetagentur eröffnete virtuelle Beratungsstelle
für psychosoziale Probleme erfreut sich wachsenden Zuspruchs.
Die Homepage www.das-beratungsnetz.de habe sich "rasant"
entwickelt, sagte Projektleiter Edgar van Eckert von der Berliner
Internetagentur zone 35 new media der Nachrichtenagentur ddp. Ende
2001 seien 20 Organisationen an dem Projekt beteiligt gewesen, gegenwärtig
bereits rund 40. Anfang 2003 soll ihre Zahl weiter steigen. Zudem
suchten immer mehr Menschen auf diesem Weg Hilfe. 1200 Beratungen
habe es seit November 2001 gegeben. Im Monat würden 100 000
page views registriert.
Die virtuelle
Beratungsstelle bietet Hilfe bei vielen Problemen, darunter Mobbing,
sexueller Missbrauch, Essstörungen, Stress mit den Eltern oder
Depressionen. Der Wohlfahrtsverband greift dabei auf die Erfahrungen
seiner Mitgliedsorganisationen zurück. An dem Projekt beteiligt
sind beispielsweise Pro Familia, die Berliner Aidshilfe oder das
Drogenhilfeprojekt Fixpunkt. Sie bieten nach Terminvergabe Chat-
oder E-Mail-Beratung an. Die Nutzer können aber auch im "virtuellen
Wartezimmer" miteinander reden. Regelmäßig moderierte
Themenchats mit Experten ergänzen das Angebot.
Über
das Internet werden vor allem jüngere Menschen angesprochen,
aber auch Ratsuchende, die in ihrer Mobilität eingeschränkt
sind. Van Eckert zufolge sind 64 Prozent der Nutzer jünger
als 26 Jahre. 70 Prozent der Ratsuchenden sind Frauen. Finanziert
wird das den Angaben zufolge in Deutschland einmalige Projekt aus
Geldern der Soziallotterie Stiftung Deutsches Hilfswerk. Dafür
werden unter anderem die Mitarbeiter für die Onlineberatung
qualifiziert.
http://www.das-beratungsnetz.de
Quelle:
Lichtblick-newsletter.de
vom 26.11.2002
Mit
psychisch Kranken leben - selbstbewusst und solidarisch
Abstract
von U. Brand (Konstanz)
Als
Selbsthilfeverband der Familien in der Psychiatrie hat sich der
Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker e.V. in diesem
Jahr ein neues
Leitbild gegeben. Zentrales Anliegen dabei ist, noch offensiver
und vor
allem effektiver Sachwalter zu sein für die Interessen von
Menschen mit seelischen
Störungen und ihrer Familien, die dabei stets Mitbetroffene
sind. Wesentliches
Antriebsmoment zur Gründung des Bundesverbandes der Angehörigen
psychisch
Kranker schon 1985 war die Zielsetzung, als Selbsthilfeorganisation
"der Diskriminierung von Angehörigen und Patienten auf
allen Ebenen entgegen zu wirken". Aufgeklärte und selbstbewusste
Familien
- psychisch Kranke und ihre Angehörigen -, die ihre Rechte
kennen und
Hilfe einfordern, sind dabei selbst die wichtigsten "Träger"
dieser Botschaft.Vorgestellt
werden die unterschiedlichsten Aktivitäten von Seiten der Familien,
die oft nur in Zusammenarbeit mit Weggefährten und Partnern
möglich
sind.
Öffentlichkeitsarbeit:
- Mitherausgeber der Psychosozialen Umschau; Herausgeber eines Leitfadens
für Angehörige; Pressebüro in Berlin.
- Vergabe eines Journalistenpreises "Schizophrenie und Stigma".
- Beteiligung als Kooperationspartner an der ZDF-Aktion "anders
gleich sein".
Aufzeigen von Defiziten im psychiatrischen Versorgungssystem:
- Sammeln von Unterschriften zugunsten einer von Leistungen der
Sozialhilfe unabhängigen Existenzsicherung für chronisch
psychisch kranke Menschen
- Abgabe
von Stellungnahmen ("25 Jahre Psychiatrie-Enquete", Sozialgesetzbuch
(SGB) Neuntes Buch, Gleichstellungsgesetz).
Interessenvertretung
gegenüber Parlament und Regierung:
- Erarbeiten
von Wahlprüfsteinen zur Bundestagswahl 2002: Ein wesentlicher
Prüfstein
für uns ist die Bereitschaft der Parteien, Entstigmatisierung
psychischer
Krankheit aktiv zu fördern und die Einbeziehung der Familien
in Entstigmatisierungsprogramme
zu unterstützen. Grund
für die soziale Diskriminierung und Ablehnung psychisch Kranker
und ihrer
Familien sind häufig unzureichende Versorgungsstrukturen. Mit
unseren Aktivitäten
wollen wir diesen verhängnisvollen Kreislauf wo immer möglich
durchbrechen.
Weiterführende
Informationen:
http://www.bapk.de
Quelle: Lichtblick-newsletter.de
vom 20.12.2002
Interventionen zum Abbau von Stigma auf Grund
psychischer Erkrankungen
Abstract
von W. Rössler, C Lauber (Zürich, CH)
Die der WPA initiierte Kampagne gegen die Diskriminierung und Stigmatisierung
Schizophreniekranker hat weltweit große Resonanz gefunden
und diesbezüglich
Aktivitäten ausgelöst. Gleichwohl ist unverkennbar, dass
inzwischen
auch eine gewisse Ernüchterung eingetreten ist. Trotz des intuitiv
ansprechenden Konzeptes besteht weiterer Klärungsbedarf, wie
und wo Diskriminierung stattfindet, um differenzierter intervenieren
zu können.
Darüber hinaus ist unverkennbar, dass von den beteiligten Interessengruppen
unterschiedliche Interventionsstrategien favorisiert werden.
Im Kern
gibt es drei wesentliche Interventionsstrategien:
1. Informationsvermittlung
2. Kontaktherstellung
3. Protest.
Um
auf eine breitere Öffentlichkeit oder auch bestimmte Zielgruppen
einwirken
zu können, bedarf es allerdings zukünftig auch genauerer
Kenntnisse
über Laienvorstellungen zu psychischen Störungen oder
speziell zur
Schizophrenie und ihrer Behandlungsmöglichkeiten. Die
verschiedenen Interventionsansätze werden vor dem Hintergrund
eigener Forschungsarbeiten
dargestellt und diskutiert.
Quelle:
Lichtblick-newsletter.de
vom 20.12.2002
Früh-Erkennungs
& Therapie-Zentrum
(naps). Hauptanliegen des Kölner Früh-Erkennungs- &
Therapie-Zentrums für psychische Krisen (FETZ) ist, Menschen,
die eine psychotische Störung entwickeln, frühzeitig ein
adäquates Hilfsangebot zu unterbreiten, um ein Fortschreiten
der Erkrankung und negative soziale Folgen zu vermeiden. Zusätzlich
bietet FETZ im Internet unter http://www.fetz.org umfassende Aufklärungsinformationen.
Die Rubrik "Öffentlichkeitsarbeit" stellt Materialien
für Betroffene und Angehörige zur Verfügung.
Quelle:
Lichtblick-newsletter.de
vom 03.03.2003
Tagesklinik:
Für psychisch Kranke oft besser
Münster
(dpa) - Psychisch Kranke können oft effektiver und günstiger
in Tageskliniken behandelt werden als stationär. Das sagte
der Direktor der psychiatrischen Tagesklinik am Klinikum der Universität
Münster, Volker Arolt, am Montag anlässlich ihres 25-
jährigen Bestehens in Münster. Ein Tagesklinikplatz koste
bis zu 40 Prozent weniger als ein Platz auf einer Psychiatrie-Station.
Kranke könnten in Tageskliniken ihren Alltag realitätsnah
gestalten. Das verhinderte beispielsweise, dass sie familäre
Kontakte verlören.
Quelle:
Netdoktor.de
vom 25.03.2003
Neue Therapiekonzepte bei psychischen
Erkrankungen
Besucherrekord
- Hörsaal platzte aus allen Nähten
(naps).
Der Hörsaal im Zentrum für Nervenheilkunde der Universität
Rostock platzte mit nahezu 250 Interessenten fast aus allen Nähten,
als die Direktorin der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie
und Psychotherapie, Professorin Dr. med. Sabine Herpertz die Tagung
"Neue Therapiekonzepte bei psychischen Erkrankungen" eröffnete.
"Diese
rege Teilnahme bestätigt das Interesse an einer engen Zusammenarbeit
zwischen den Trägern der psychiatrischen Versorgung, den Psychiatrieerfahrenen
und ihren Angehörigen." Kein Wunder, initiierten doch
erstmals Verbände aus Psychiatrie und Selbsthilfe und die Klinik
und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Rostocker
Universitätsklinikum diese Jahrestagung. Professorin Herpertz
erwähnte ausdrücklich, dass sie bereits bei der Übernahme
der Klinik im Februar auch von Mitgliedern der Selbsthilfe herzlich
begrüßt worden sei. Daher ist es nur konsequent, auch
in dieser Form den Austausch fortzusetzen.
Wer sich mit Krankheit auseinandersetzt,
kann sein Leben beeinflussen
Aus
Herpertz Sicht sei es wichtig, dass die Betroffenen so gut wie möglich
über ihre Erkrankung informiert werden. "Denn wer selbst
zum 'Spezialisten' wird, hat viel bessere Möglichkeiten, die
eigene Krankheit zu bewältigen und sein Leben zu planen."
Zugleich bezeichnete sie die vom Leipziger Verein Irrsinnig Menschlich
ins Leben gerufene Antistigmaaktion in Schulen "als beispielhaft".
Fest stand schon vor der Tagung: Nach den Vorstellungen der Selbsthilfeverbände
sollen die Leipziger Erfahrungen auch in Mecklenburg-Vorpommern
Schule machen. Immerhin, die Veranstalter konnten die Projektleiterin
Dr. Manuela Richter-Werling für die nachmittägige Podiumsdiskussion
gewinnen. Doch zuvor wandten sich die Referenten aus der Psychiatrie
an die Teilnehmer im Auditorium.
Unter
dem Motto: "Mehr Wissen über psychische Krankheiten, weniger
Vorurteile, bessere Behandlungserfolge" haben wir hier auf
diesen Seiten die erste gemeinsame Jahrestagung zusammengefasst.
Für
Interesse sorgte am Rande der Tagung ein Basar mit Handarbeiten,
Kunstwerken, Kalender, ein Büchertisch und Informationen zu
Projekten verschiedener Trägervereine. Zum Besucherandrang
sagte Ulrike Schob, Vorsitzende der Familien-Selbsthilfe Psychiatrie,
Landesverband M-V: "Mit einer solchen Resonanz haben wir nicht
gerechnet. Doppelt so viele Besucher hätten es sein können.
Leider mussten wir die 'Anmeldeflut' etwas eindämmen. Die Aufklärungsreihe
wird 2004 fortgesetzt."
Fazit:
Psychische Krankheiten sind kein Phantom! Unbehandelt beeinträchtigen
sie die Befindlichkeit und Lebensqualität der Betroffenen in
einem hohem Maße. Medikamente, Psychotherapie, sozialtherapeutische
Maßnahmen und Entstigmatisierungsprogramme (in der Psychiatrie
und Selbsthilfe) können die Situation verbessern und neue Lebensperspektiven
eröffnen. Für die Krankheitsbewältigung besonders
wichtig: Die moderne Psychiatrie arbeitet mit Selbsthilfe- und Angehörigengruppen
zusammen. Beide Seiten "profitieren" davon. (Roland Hartig)
Quelle:
Lichtblick-newsletter.de
vom 24.12.2003
Nehmen
Zwangsunterbringungen zu?
Laut einer von der Europäischen Kommission geförderten
Studie (H. Dreßing/H.J. Salize) unterscheiden sich die Zwangsunterbringungsraten
(Zahl der Zwangseinweisungen psychisch Kranker pro 100 000 Einwohner)
und die Zwangsunterbringungsquoten (Anteil der Zwangseinweisungen
an allen stationärpsychiatrischen Aufnahmen) in den EU-Mitgliedsstaaten
erheblich. Die Spanne der Zwangsunterbringungsraten reicht von 6
pro 100 000 Einwohner
(Portugal) bis 218 pro 100 000 Einwohner (Finnland) und die Zwangsunterbringungsquoten
reichen von 3,2 Prozent (Portugal) bis 30 Prozent (Schweden).
In
einigen Ländern findet sich ein deutlicher Anstieg der Zwangsunterbringungsraten
in den letzten Jahren, wohingegen in keinem der Länder ein
relevanter Anstieg der Zwangsunterbringungsquoten festgestellt werden
konnte. Schlussfolgerung: Die relativ stabilen Zwangsunterbringungsquoten
deuten darauf hin, dass es nicht zu einer tatsächlichen Zunahme
von Zwangsmaßnahmen in der psychiatrischen Praxis gekommen
ist. Zunehmende Zwangsunterbringungsraten scheinen vielmehr eine
veränderte psychiatrische Behandlungspraxis mit kürzeren
Verweildauern und häufigeren Wiederaufnahmen widerzuspiegeln.
(Quelle: Das Gesundheitswesen
2004; 66: 240 - 245)
Weiterführende
Literatur: Harald Dreßing, Hans-Joachim Salize, Zwangsunterbringung
und Zwangsbehandlung psychisch Kranker, Gesetzgebung und Praxis
in den Mitgliedsländern der EU, Forschung für die Praxis
/ Hochschulschriften, Bonn 2004, ISBN 3-88414-363-8, 260 Seiten.
Quelle:
Lichtblick-newsletter.de
vom 20.08.2004
Seelisches
Tief: Keine Angst vor dem Psychiater
Frankfurt/Main
(dpa) - Menschen mit seelischen Problemen sollten nach Ansicht von
Verbraucherschützern keine Scheu vor einer Psychotherapie haben.
Wenn Gefühle wie Niedergeschlagenheit, Unruhe oder Angst länger
andauern, kann das ein Hinweis auf ernste Probleme sein, erläutert
die Verbraucherzentrale Hessen in Frankfurt. Es könne dann
sinnvoll sein, sich professionelle Hilfe zu suchen und gegebenenfalls
in eine psychotherapeutische Behandlung zu begeben. Über den
Therapieverlauf, die richtige Auswahl eines Therapeuten sowie über
die Behandlungskosten informiert ein neuer Ratgeber der Verbraucherzentrale.
Das Heft «Chance Psychotherapie» kostet 11,80 Euro.
Erhältlich ist die Broschüre bei der Verbraucherzentrale
Hessen, Große Friedberger Straße 13-17, 60313 Frankfurt
(Tel.: 069/97 20 10 30, E-Mail: infodienst@verbraucher.de).
Quelle:
Netdoktor.de
vom 27.08.2004
Bestätigt:
Psychoanalytisch orientierte Therapien wirksam
Göttingen
(dpa) - Göttinger Forscher haben nach eigenen Angaben den Nachweis
für den Erfolg der psychoanalytisch orientierten Therapie bei
zahlreichen Krankheiten erbracht. Dazu haben sie mit einer so genannten
Meta-Analyse eine Vielzahl von anerkannten Studien ausgewertet,
teilte die Universität Göttingen am Montag mit. Danach
hilft psychoanalytisch orientierte Therapie unter anderem bei Angststörungen,
Suchterkrankungen, depressiven oder Ess-Störungen ähnlich
gut wie die Verhaltenstherapie.
Quelle: Netdoktor.de
vom 18.01.2005
Seelengesundheit:
Mehr Verständnis für psychisch Kranke
Potsdam
(ddp). Anlässlich des «Internationalen Tages der seelischen
Gesundheit» am Montag werben Politiker um mehr Verständnis
im Umgang mit psychisch kranken Menschen. «Psychische Erkrankungen
unterliegen in unserer Gesellschaft immer noch einem Stigma»,
sagte Brandenburgs Gesundheitsministerin Dagmar Ziegler am Sonntag
in Potsdam. Die Abwertung seelischer Probleme gegenüber körperlichen
Krankheitsbildern beruhe auf Vorurteilen. Zudem herrsche Unwissenheit
darüber, wie psychische Störungen verlaufen, welche Chancen
zur Behandlung bestehen und wie ein Leben mit dauerhaften psychischen
Einschränkungen positiv bewältigt werden kann. Ziegler
fügte hinzu, dass die meisten Menschen mit einer psychischen
Erkrankung heute wirksam behandelt und ihre Leiden zumindest gemildert
werden können. In der ambulanten psychiatrischen Versorgung
besteht nach den Worten von Ziegler noch Verbesserungsbedarf. Die
Versorgungssituation sei regional sehr unterschiedlich. Lange Anfahrtswege
bis zur nächstgelegenen Nervenarztpraxis und Wartezeiten für
Patienten und Angehörige seien leider keine Seltenheit. Vor
allem in der ambulanten Kinder- und Jugendpsychiatrie sei die Situation
in mehreren Regionen unbefriedigend. Ziegler betonte, die gesellschaftliche
Eingliederung von psychisch Erkrankten gelinge nur, wenn vor Ort
geeignete Hilfen und Angebote für die Betroffenen vorhanden
seien. In diesem Zusammenhang verwies die Ministerin auf Wohn- und
Tagesstätten, ambulant betreute Wohnformen und die Kontakt-
und Beratungsstellen. Vor allem durch eine stärkere Vernetzung
der sozialpsychiatrischen Angebote und Hilfen auf kommunaler Ebene
könnten deren Wirksamkeit erhöht und gemeindepsychiatrische
Verbünde geschaffen werden.
Quelle:
Netdoktor.de
vom 10.10.2005
Förderung unabhängiger Beschwerdemöglichkeiten in der Psychiatrie
Ein Projekt der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie e.V.
(pm, dgsp). 30 Jahre nach der Psychiatrie-Enquète in Deutschland ist es für psychisch erkrankte Menschen immer noch schwierig, ihre Rechte als Patienten oder als Nutzer sozialpsychiatrischer Hilfen durchzusetzen.
Bundesweit gilt zum Beispiel für Psychiatrie-Patienten ein eingeschränktes Recht zur Einsicht in ihre Krankenakten, das sonst allen Patienten gewährt wird. Dabei geht es hier ausschließlich um objektive Feststellungen über den Gesundheitszustand sowie Aufzeichnungen über Umstände und Verlauf der Behandlung.
Schließen psychisch erkrankte Menschen eine Patientenverfügung für den Fall einer Einweisung in eine psychiatrische Klinik ab, in dem sie selbst nicht zu einer Willens-Äußerung fähig sind, ist diese für die behandelnden Ärzte nicht bindend. Psychisch kranke Menschen können im Gegensatz zu somatisch erkrankten Patienten nur in wenigen Kliniken in Deutschland eine medikamentöse Behandlung ablehnen. Ein Verweis auf mangelnde momentane Einsichtsfähigkeit oder gar der Hinweis darauf, dass eine Ablehnung von Medikamenten die besondere Schwere der Erkrankung charakterisiert, ist typisch für die Verfahrensweise von Psychiatern, wenn es darum geht, eine Zwangsmedikation zu rechtfertigen.
Auch die Angehörigen werden oft eher als lästige Anhängsel denn als wichtige Partner im Gesundheitsprozess angesehen. Beschwerden von Angehörigen werden von Psychiatrie-Mitarbeitern als Zeichen von Überbehütung oder gar als krankheitsverursachend eingeschätzt, weshalb eine konstruktive Auseinandersetzung mit Beschwerden häufig vermieden wird. Für Mitarbeiter in psychiatrischen Einrichtungen ist es aufgrund des ökonomischen Drucks immer schwerer, Kritik an der Behandlung intern anzubringen. Sie benötigen unabhängige Unterstützung, um Missstände aufzudecken.
Zusätzlich zu einer bundesweiten Ungleichbehandlung kommen 17 unterschiedliche Landesgesetze zur Unterbringung psychisch Kranker und Landespsychiatriepläne. Diese differieren zum Teil erheblich in der behördlichen Zuständigkeit für eine Unterbringung oder in der Einschränkung der Persönlichkeitsrechte im Falle einer Unterbringung wie auch für die Möglichkeit der Beschwerde.
Psychiatrie-Erfahrene mischen sich ein
Im Laufe der letzten Jahre wurden Psychiatrie-Erfahrene und Angehörige immer aktiver und mischten sich in die Entwicklung der psychiatrischen Behandlung ein. Mittlerweile ist der Gedanke des Trialogs, also des Austauschs zu psychiatrischen Themen von Betroffenen, Angehörigen und Profis auf gleicher Augenhöhe, aus der Sozialpsychiatrie nicht mehr wegzudenken. In der psychiatrischen Öffentlichkeit ist es selbstverständlich, vom psychisch Erkrankten als Experten in eigener Sache zu sprechen. Menschen mit einer psychischen Erkrankung erleben häufig gesunde und kranke Zustände in sich abwechselnden Phasen. So gelingt es ihnen, die Krankheitsphasen im Nachgang durchaus objektiv zu beurteilen.
Besonders ärgerlich ist es für Betroffene, wenn sie in der Kritik an ihrer Behandlung nicht ernst genommen werden. Dabei sind es in der Regel nicht die großen Rechtsverletzungen über die sie klagen, sondern eher das Zwischenmenschliche, an dem es hapert. Psychisch Kranke werden nicht "für voll genommen". Sie sind verrückt, nicht in der Lage, Situationen objektiv einzuschätzen, eingeschränkt in ihrer Wahrnehmung. Demgegenüber steht medizinisches oder auch sozialpsychiatrisches Fachpersonal, das per se die "richtige", dem Fall angemessene, Behandlungsweise kennt. Oder die Handlungsweise durch den Hinweis auf finanzielle Einschränkungen und dadurch bedingte Personalknappheit als alternativlos hinstellt. Und sie deshalb auch im Nachhinein nicht kritisch hinterfragt oder rechtfertigt. Nur sehr selten wird den Betroffenen im Nachgang erklärt, warum die ergriffene Zwangsmaßnahme in der Situation angemessen erschien und um Verständnis gebeten. Genau das aber wäre ein Schritt in Richtung Akzeptanz der Persönlichkeit des Betroffenen.
Empowerment durch die Unterstützung bei Beschwerden
Eine aktive Beteiligung der Patienten an ihrer Gesundung z. B. durch Selbsthilfegruppen wird sowohl vom Bundesgesundheitsministerium als auch von den Krankenkassen gefordert. Als Folge einer sozialpsychiatrischen Sichtweise auf den Umgang mit psychisch erkrankten Menschen und im Zuge der Einführung von Qualitätskriterien für Einrichtungen der (Sozial-)Psychiatrie wurde es unabdingbar, Beschwerdemöglichkeiten speziell für Anliegen aus der Psychiatrie einzurichten. Hier ist zu unterscheiden zwischen institutionellen und unabhängigen Beschwerdemöglichkeiten. In jeder Einrichtung gibt es ein hierarchisch geordnetes System, sich mit Beschwerden zu befassen und auseinanderzusetzen. Dabei wird mit den eingereichten Beschwerden unterschiedlich intensiv umgegangen.
Jedes Heim sollte nach § 10 Absatz 1 Heimgesetz einen Heimbeirat beherbergen, in dem sich Heim-Bewohner um die Anliegen der Mitbewohner kümmern.
Nach den Landeskrankenhausgesetzen wirken Patientenfürsprecher (manchmal auch Ombudsleute genannt) für jedes Krankenhaus oder gemeinsam für mehrere Krankenhäuser in ehrenamtlicher Arbeit. Sie sind dabei mehr oder weniger unabhängig. Sie prüfen Anregungen und Beschwerden der Patienten und vertreten auf Wunsch deren Anliegen gegenüber dem Krankenhaus. Sie halten Sprechstunden in vom Krankenhaus zur Verfügung gestellten oder auch außerhalb der Klinik gelegenen geeigneten Räumlichkeiten ab, auf die die Patienten aufmerksam gemacht werden. Patientenfürsprecher können sich im Auftrag des Patienten jederzeit unmittelbar an die Krankenhausleitung, den Krankenhausträger und die zuständigen Behörden wenden. Da Patientenfürsprecher oft keine Erfahrung mit der Psychiatrie haben, wird ihnen mitunter ein Beschwerdebeirat zur Seite gestellt, der aus mehreren Fachleuten besteht, die sie bei Bedarf zu Rate ziehen können. PatientInnenstellen existieren in 14 Städten der Republik. Sie dienen als Beschwerde- und Beratungsstelle für Patienten aller Fachrichtungen und erstellen Informationsmaterialien über Patientenrechte und Dokumentationen zu eklatanten Fehlbehandlungen.
In manchen Bundesländern haben sich Ombudsstellen gebildet, die sich als Beschwerdeannahme- und Vermittlungsstelle für Psychiatrie-Erfahrene und ihre Angehörigen verstehen und in der Regel mindestens trialogisch besetzt sind. Die Mitglieder der Ombudsstellen arbeiten ehrenamtlich.
Unabhängige Beschwerdestellen für Psychiatrie gibt es noch nicht flächendeckend. Sie kommen auf sehr unterschiedliche Weise zustande.
Zum einen werden sie von staatlicher Seite eingerichtet, zum anderen werden sie auf private Initiative von Betroffenen, Angehörigen, Mitarbeitern in der Psychiatrie oder sonstigen Berufsgruppen gegründet. Die zweite Alternative arbeitet in der Regel im Rahmen eines gemeinnützigen Vereins. Mitarbeiter der Beschwerdestellen hören sich die Beschwerden an, vermitteln zwischen den Parteien und leiten Beschwerden an Stellen weiter, die sich quasi von Amts wegen darum kümmern müssen. Sie nehmen die Anliegen der Betroffenen ernst, haben aber in der Regel so viel Erfahrung, dass sie zwischen berechtigten und unberechtigten Beschwerden unterscheiden können.
Idealerweise sind sie trialogisch besetzt und diskutieren die Beschwerden auch aus dieser Perspektive.
Mit Beschwerden befasst sich auch die Besuchskommission
In den jeweiligen Landespsychiatrieplänen ist ihre Zusammensetzung sowie der Zuständigkeitsbereich geregelt. Meistens wird eine Besuchskommission von einem Facharzt geleitet. Weitere Mitglieder kommen aus dem Betroffenen-, Angehörigen- oder Mitarbeiterkreis. Die Besuchskommission kontrolliert selbstständig psychiatrische Kliniken oder andere psychiatrische Einrichtungen und befragt Patienten, Mitarbeiter oder Bewohner eigenständig. Sie ist in ihrem Auftreten unabhängig, durch die Regelung im Landespsychiatrieplan aber doch wiederum von der Landesregierung abhängig. Die Besuchskommissionen erstellen öffentlich zugängliche Berichte über ihre Tätigkeit.
Beschwerdekommissionen für Beschwerden aus der Psychiatrie gibt es nur wenige in Deutschland, so z.B. im Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Diese ist zusammengesetzt aus Mitgliedern des
Gesundheits- und Krankenhausausschusses des Landschaftsverbandes und beschäftigt sich mit Beschwerden über Kliniken des Landschaftsverbandes und die Westfälischen Wohnverbünde und Pflegezentren.
Wichtig ist die Unterstützung von psychisch kranken Menschen in der Wahrung und Durchsetzung ihrer Rechte vor allem im Hinblick darauf, dass sie aufgrund ihrer Erkrankung und einer daraus resultierenden Verletzlichkeit häufiger als somatisch erkrankte Menschen nicht in der Lage sind, ihre Interessen selbst angemessen zu vertreten. Sie benötigen deshalb eine stellvertretende Unterstützung, die vermittelnd in ihrem Sinne tätig wird. Gefragt sind hier insbesondere Personen, die sehr durchsetzungsfähig sind und gute Kenntnisse über das spezifische Psychiatrie-Recht und (sozial-)psychiatrische Einrichtungen haben. Sie sollten aber auch so viel Einfühlungsvermögen besitzen, dass die Betroffenen nicht in der Übernahme von Selbstverantwortung behindert werden.
Das DGSP-Projekt "Förderstelle für unabhängige Beschwerdestellen in der BRD"
Die DGSP beschäftigte sich in der Vergangenheit intensiv mit diesem Thema. Verbandsmitglieder versuchten die eingehenden Beschwerden Betroffener zufriedenstellend zu bearbeiten. Da die Zahl der Anfragen aber stetig zunahm, wurde klar, dass eine andere Herangehensweise gefunden werden musste. Nach längeren Vorüberlegungen und Diskussionen gemeinsam mit dem BPE und dem BApK über das Thema fand am 3. 12. 2001 ein erstes Treffen dazu in Kassel statt. Am 14./15.6. 2002 folgte im Nachgang die Tagung "Missstände abschaffen - weg mit der Angst. Patientenfürsprecher und Beschwerdesteller in der Diskussion" in Hannover statt. Veranstalter waren DGSP, BPE und BApK. Teilnehmer kamen überwiegend aus dem Kreis der Betroffenen. Hierbei wurde festgestellt, dass es wichtig wäre, wenn den Betroffenen der Zugang zu Informationen über Beschwerdemöglichkeiten (rechtliche Bedingungen, Art und Funktion,
Adressen) erleichtert werden würde. Um diese Erkenntnis in die Praxis umzusetzen, stellte die DGSP 2004 einen Projektantrag bei der Aktion Mensch, der im Juni 2005 dann auch bewilligt wurde.
Im Rahmen des Projekts soll eine Bestandsaufnahme der zur Zeit bestehenden Beschwerdemöglichkeiten erarbeitet, eine Vernetzung dieser Beschwerdemöglichkeiten organisiert und befördert, ein Überblick über die Rechte von psychisch behinderten Menschen in Deutschland erstellt und Möglichkeiten der Informationshilfen für psychisch behinderte Menschen bewertet und gegebenenfalls weiterentwickelt werden. Die Gesamtlaufzeit des Projekts ist auf drei Jahre ausgelegt.
Um dieses Projekt im Sinne des trialogischen Gedankens ordentlich zu machen, wird er von einem Projektbeirat begleitet. DGSP, BPE und BApK haben Mitglieder berufen, die das Projekt sachkundig unterstützen.
Weitere Informationen, insbesondere die Dokumentation des ersten Workshops zum Projekt, eine Adressenliste von Beschwerdestellen und ein Internet-Forum, das von jedem genutzt werden kann, sind unter http://www.beschwerde-psychiatrie.de zu erhalten.
Kontaktadresse
Gudrun Uebele, DGSP e.V., Zeltinger Str. 9, 50969 Köln
Tel: 0221/511002, Fax: 0221/529903
E-Mail: gudrun.uebele@dgsp-ev.de
Internet: http://www.psychiatrie.de/DGSP/
Quelle: Lichtblick-newsletter.de Nr. 190 vom 26.09.2006
Psychopharmaka - Chancen und Gefahren
(naps). Zur dieser Thematik referierte kürzlich Professor Dr.
Andreas Broocks, Ärztlicher Direktor der Carl-Friedrich-Flemming-Klinik, im Rahmen des Schweriner Bündnisses gegen Depression im Rittersaal. In seiner Einführung wies Professor Broocks darauf hin, dass Psychopharmaka in unserer Gesellschaft nach wie vor einen eher schlechten Ruf haben. So glauben viele Menschen, dass diese Medikamente süchtig machen, dass es zu Veränderungen der Persönlichkeit kommt oder dass die wahren Ursachen der Erkrankung verschleiert werden. Prof. Broocks sprach ausführlich darüber, dass diese Vorurteile nicht mehr zutreffend sind. Die Medikamente selbst lösen zwar keine Lebensprobleme, oft ist aber die Besserung der Symptomatik die Voraussetzung dafür, dass der Betroffene seine Probleme wieder erfolgreich lösen kann.
Nur eine bestimmte Gruppe der Psychopharmaka haben ein Abhängigkeitspotential, in erster Linie bestimmte Beruhigungsmittel und Schlafmittel (z.B. Benzodiazepine). Solche Medikamente sollten nur für einen bestimmten Zeitraum verordnet werden. Die wichtigsten Psychopharmaka aber, die Gruppe der Antidepressiva und der so genannten Neuroleptika (d. h. Medikamente gegen Psychosen) haben dagegen kein Suchtpotential und sind für viele der Betroffenen geradezu lebensrettend.
Viele psychische Erkrankungen sind auch mit meist vorübergehenden Veränderungen der Persönlichkeit verbunden, z.B. schwere Depressionen oder Psychosen. Hier führen die Psychopharmaka nicht zur Persönlichkeitsveränderung, sondern es kommt im Gegenteil im Rahmen der Besserung zur Entfaltung der eigenen Persönlichkeit. Zu warnen ist allerdings vor Drogen und dem ständigen Gebrauch von Beruhigungsmitteln, da sich dies sehr nachteilig auf die Persönlichkeitsentwicklung auswirken kann.
Nach Ansicht von Prof. Broocks hätten manche der Betroffenen auch die Befürchtung, sie müssten jetzt lebenslänglich Psychopharmaka einnehmen. Auch dieses Vorurteil ist falsch, da es bei vielen psychischen Störungen zu einer Ausheilung kommt, so dass die Medikamente nach einem ausreichend langen Behandlungszeitraum, den nur ein Facharzt richtig beurteilen kann, wieder ausgeschlichen werden können. Natürlich gibt es auch Erkrankungen, ähnlich wie beim Bluthochdruck oder bei der Zuckerkrankheit, bei denen der Betroffene langfristig auf Medikamente angewiesen ist.
Abschließend wies Prof. Broocks auf entsprechende Fragen aus dem Publikum darauf hin, dass auch Naturheilmittel Nebenwirkungen haben können, bekanntlich gibt es in der Natur auch extrem giftige Stoffe.
Klassisches Beispiel: der Knollenblätterpilz. Problematisch sei, dass es im Bereich der Naturheilmittel im Vergleich zur Schulmedizin viel weniger Kontrollen und Überprüfungen gäbe. Zum Thema Nebenwirkungen sollte zudem nicht vergessen werden, dass auch die psychotherapeutische Behandlung bei fehlerhafter Anwendung zu massiven Nebenwirkungen führen kann, zumal sich auf dem so genannten "Psychomarkt" viele dubiose unqualifizierte Anbieter tummeln würden.
Für die Zukunft wurde von den Zuhörern ähnliche Veranstaltungen gewünscht, in denen man auch seine eigenen Fragen stellen kann.
Quelle: Lichtblick-newsletter.de Nr. 192 vom 01.11.2006
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