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Psychische
Erkrankungen bei alten Menschen oft unerkannt
Berlin (dpa/bb) - Seelische Erkrankungen bei alten Menschen bleiben
nach Experten- meinung oft unerkannt. Der Vorsitzende der Deutschen
Gesellschaft für Gerontopsychiatrie, Rolf Hirsch, sagte, Hausärzte
seien mit der Diagnostik etwa von Depressionen oder Alzheimer bei
Menschen im Rentenalter oft heillos überfordert: "Da heißt
es dann: Mit zu- nehmendem Alter werden wir deppert, da kann
man nichts machen." Jeder vierte der heute über 65-Jährigen
leide an einer psychischen Krankheit. Fast die Hälfte der Betroffenen
hätten mit Depressionen oder Belastungsstörungen zu kämpfen, sagte
der Mediziner. Oft würden Depressionen falsch behandelt, Psychotherapie
etwa sei ein Fremdwort für die behandelnden Ärzte. Etwa acht Prozent
aller alten Menschen sind von Gedächtnisstörungen bis hin zu Alzheimer
betroffen. (dc)
Quelle:
Netdoktor.de
vom 02.04.2001
Psychische
Probleme: Bei alten Menschen oft unentdeckt
Lippstadt
(dpa) - Immer mehr alte Menschen brauchen nach Einschätzung
von Experten psychologische Betreuung. «Mindestens zehn bis
15 Prozent der Bewohner von Pflegeheimen leiden an behandlungsbedürftigen
posttraumatischen Störungen», sagte Oberärztin Astrid-Christine
Webel von der Westfälischen Klinik für Psychiatrie und
Psychotherapie in Lippstadt-Eickelborn. Diese Störungen würden
viel zu selten diagnostiziert, sagte die Medizinierin am Donnerstag
am Rande einer Gerontopsychiatrischen Fachtagung in Lippstadt. Die
Menschen würden einfach als «dement» bezeichnet,
ohne dass nach den Ursachen für das verwirrte oder wunderliche
Verhalten geforscht werde, sagte Wedel. Symptome würden viel
zu oft durch Psychopharmaka unterdrückt. Die Pflegenden seien
gefordert, «die alten Menschen nicht als Alte, sondern als
Menschen zu sehen», sagte die Fachbuchautorin und Altenpflegerin
Martina Böhmer. Die Betroffenen selbst hätten meist große
Scham, über ihre Probleme zu sprechen. Selbst wenn die Betroffenen
wissen, dass sie ein psychisches Problem haben, forderten sie nach
Erfahrungen Böhmers die Behandlungen nicht ein. «Viele
denken bei Therapie gleich an die Klapse.»
Quelle: Netdoktor.de
vom 24.01.2003
Senioren:
Jeder Fünfte seelisch krank
Frankfurt/Main
(dpa) - Jeder Fünfte der über 65-Jährigen in Deutschland
ist nach Einschätzung eines Fachverbands seelisch krank. Besonders
häufig litten alte Menschen an Depressionen und an den psychischen
Folgen einer Demenz. Das teilte die Deutsche Gesellschaft für
Gerontopsychiatrie und -psychotherapie (DGGPP) am Mittwoch zum Auftakt
ihrer 7. Jahrestagung in Frankfurt mit. Bis Samstag diskutieren
dort rund 300 Fachleute über psychische Erkrankungen im Alter.
Der DGGPP-Vorsitzende Hans Gutzmann sagte, 2050 werde jeder dritte
Deutsche älter als 60 und jeder zweite Bundesbürger älter
als 48 Jahre sein. Die Zahl psychischer Krankheiten im Alter nehme
somit deutlich zu. Grundsätzlich ist es laut DGGPP in diesem
Lebensabschnitt wesentlich wahrscheinlicher als in jüngeren
Jahren, erstmals an einer schweren psychischen Störung zu erkranken.
Quelle: Netdoktor.de
vom 17.02.2005
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